Navigieren in der City & Parken in Verona


Auf nach Verona! Als wir während unserer Pfingst-Tour am Gardasee waren, machten wir auch einen Tagesausflug in die norditalienische Metropole Verona. Doch wo können wir das nagelneue Reisemobil sicher abstellen? Und wie navigierten wir anschließend möglichst stressfrei durch die Altstadt zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Stadt?

 

Davon handelt dieser Blog-Beitrag.


Als wir nach Verona starteten, hatte unser neuer Campingbus gerade mal rund 1000 km auf dem Tacho. Da wollten wir ihn natürlich nicht einfach irgendwo am Straßenrand abstellen. Doch mit dem Hochdach kam die recht zahlreich vorhandenen Tiefgaragen natürlich nicht in Frage. Die Suche im Internet lieferte nur wenige Informationen, die uns in der Nähe des Hauptbahnhofes zu einem Parkplatz für Reisebusse führten. Hier waren wir mit dem Camper allerdings nicht willkommen und wurden weggeschickt.


Doch wir erhielten den Hinweis für einen überwachten Parkplatz in der Via Citta di Nimes.


Im Netz haben wir zu diesem Parkplatz nichts finden könne. Deshalb möchte ich hier alle nötigen Infos zusammenfassen, damit man diesen ziemlich versteckt gelegenen Stellplatz findet.

Der mit zahlreichen Videokameras gut überwachte Parkplatz liegt im Süden Veronas etwa 600 Meter Fußweg vom Amphitheater im Zentrum entfernt und etwa 200 m westlich der Porta Nuova. Die Zufahrt ist sehr (!!!) versteckt. Man kann den Platz nur anfahren, wenn man von Norden nach Süden in der Via Citta di Nimes fährt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich ein weiterer Parkplatz mit 2 Meter Höhenbegrenzung. Durch eine dichte Hecke sieht man den nuggettauglichen Parkplatz auch dann nicht, wenn man unmittelbar davor steht, denn die Zufahrt ist S-förmig zwischen einer Hecke und dem Kassenhäuschen. Wohnmobile über 6 m Länge werden nach meiner Einschätzung nicht unbeschadet durch diese Zufahrt gelange. Außerdem untersagt ein Hinweisschild Wohnmobilen offiziell die Zufahrt - aber der Nugget ging als Lieferwagen durch. Das ist kein Problem. Und ein Höhenlimit gibt es hier nicht.

Der Parkplatz aus der Vogelperspektive: Die Stellfäche in der Bildmitte ist für Wohnmobile bis 6 m geeignet. Der Platz gegenüber der Baumallee hat eine Höhenbeschränkung auf 2 m.



 

 

Die Zufahrt hat folgende Koordinaten:

 

N 45° 25,927` E 10° 59,018`

 


Locus zeichnet den zurückgelegten Weg auf und zeigt die aktuelle Position an.


Von hieraus ging es dann zu Fuß in die City. Dabei kann man ein gutes Stück durch den direkt angrenzenden Park spazieren. Bei dieser Gelegenheit möchte ich Euch kurz zeigen, wie wir uns in der Stadt per GPS orientieren. Dazu nutze ich seit gut einem Jahr die Smartphone-App Locus Pro (www.locusmap.eu) für Android. Die App ist auch für das IPhone erhältlich.

 

Das interessante an dieser GPS-App ist die Möglichkeit mit Offline-Karten zu navigieren. Man kann also zuhause die benötigten Karten installieren und benötigt unterwegs keine Internetverbindung – was im Ausland ja mitunter recht teuer ist. Die App gibt es als kostenlose Version. Das ist prima für die ersten Touren, und um die Handhabung kennenzulernen. Ich nutze die Pro-Version für 8,50 Euro. Diese bietet einige weitere Funktionen. Die Karten lädt man zum Beispiel über Open AndroMaps (www.openandromaps.org) herunter. Das Herunterladen der Karten ist kostenlos, da es sich um ein OpenStreetMap-Projekt handelt. Für den Betrieb des Servers (zum Herunterladen) wird um eine Spende gebeten. Die kann man bequem per Paypal bezahlen (ab 3 Euro), was meines Erachtens nur fair ist, denn man erhält wirklich einen sehr guten Gegenwert.


Die hier zur Verfügung gestellten, nach Regionen sortierten Karten sind zum Teil sehr (!) detailliert und beinhalten auch sogenannte Points of Interrest (POI). So kann man zum Beispiel Banken, Restaurants und so weiter schnell auffinden. Für unseren Verona-Ausflug hatte ich die Alpenkarte von Open Anrod Maps auf den Handy (Samsung Note 3) und hatte damit den Stadtplan in der Hosentasche immer dabei. Zusätzlich zeigt mir dieser Stadtplan natürlich via GPS immer wo ich mich gerade befinde und zeichnet den zurückgelegten Weg (Track) auf, wenn man das möchte.


Die Qualität der Navigation hängt vor allem von der Qualität der Karten ab. Doch ich war bei all meinen bisherigen Touren von der Detaillierung der Open Anrod-Maps immer überrascht. Die Karten boten eine Informationsfüllen, wie es eine gute Wanderkarte kaum zu liefern vermag. Und so nutze ich das Smartphone mit Locus Pro natürlich auch beim Wandern, Kanufahren oder beim Mountainbiken. Das recht große Samsung Note 3 bietet dabei zwar einen tollen Bidlschirm und eine super Akkulaufzeit, das neue, wasserdichte Samsung XCover 3 wäre aber manchmal die bessere, weil robustere Alternative...


Mittlerweile habe ich das GPS bei allen Outdoor-Aktivitäten eingeschalten. Das Handy hat man ohnehin immer dabei, und die App plus GPS zehrt nur wenig an den Akku-Reserven. Meine beiden Garmin GPS-Geräte nutze ich mittlerweile kaum noch. Der Komfort mit dem Smartphone ist einfach überzeugend. Und man hat nur ein Gerät, um das man sich unterwegs kümmern muss.

 

Sehr interessant ist übrigens auch die Nutzung von Locus Pro auf einem Tablet während der Fahrt: So hat der Beifahrer auf dem Bildschirm eine „moving map“ zur Hand und behält zu jedem Zeitpunkt den Überblick über die momentane Position. Er kann bei Bedarf in die Karte hineinzoomen oder sich mit einer kurzen Handbewegung die Karte so verkleinern, dass man den Überblick über die gesamte Region hat. Der Funktionsumfang von Locus ist wirklich enorm, und eine komplette Vorstellung würde den Rahmen diese Blogs sprengen. Aber vielleicht habe ich Euch ja hiermit ein bisschen neugierig auf das Thema Handy-Navigation gemacht. Das Einarbeiten in dieses spannende Gebiet lohnt sich meines Erachtens wirklich! Vor allem für Menschen, die gerne mobil sind…


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