Ein Jahr neuer Nugget - Happy Birthday

Das erste Jahr ist geschafft - und es werden hoffentlich noch viele folgen.


Am 5. Mai 2016 war es soweit: Der Tag der Erstzulassung unseres zweiten Goldstücks jährte sich das erste mal. Für uns ein guter Anlass, um ein bisschen zurückzuschauen auf die vergangenen Monate. Denn es gab sowohl positive wie auch ein paar negative Erlebnisse beziehungsweise Erfahungen mit unserem Westfalia. 

 

Und mittleweile hat unser Campingbus rund 10.000 km auf dem Tacho und ein paar doch etwas umfangreichere Umbauten hinter sich.

Hier eine kleine Zwischenbilanz nach genau 30 Übernachtungen im ersten Jahr...

 


Ein paar mal diente der Bus als rollendes Gästezimmer für spontane Besuche.


Im Unterschied zu unserem ersten Nugget dient der jetzige als Zweitwagen. Und so bleiben ihm die meisten Alltagsfahrten zum Einkaufen oder zur Arbeit erspart. Das hinterlässt natürlich auch beim Kilometerstand seine Spuren: Nur 10.000 km in einem Jahr sind für unsere Verhältnisse ziemlich wenig. Daran hatten auch die gewählten Reiseziele im letzten Jahr ihren Anteil. Als südlichstes Ziel steuerten wir über Pfingsten den Gardasee an. Sonst trieben wir uns in den bayerischen Alpen, am Bodensee und in heimischen Gefielden herum. Frei nach dem Motto: "Wozu in die Ferne schweifen, denn das Gute liegt so nah" genossen wir auch den Pfälzer Wald während zweier Kurztouren.

 


Gewarnt durch die zwei defekte Bordbatterien bei der Fahrzeugübergabe (Austausch erfolgte auf Garantie) befasste ich mich intensiv mit dem Thema Bordelektrik. Und so folgte ziemlich zügig der Einbau eines Batterie-Computers vom Typ MT 400 iQ von Büttner Elektronik und der Einbau eines Lade-Boosters mit integriertem Ladegerät für den 230-Volt-Einsatz. Auch beim Booster vertraute ich auf die Qualität von Büttner Elektronik. Beide Einbauten haben sich zu 100% bewährt. Zu jeder Zeit war ich über den den Ladezustand der sehr teuren Bordakkus im Bilde. Und über den Booster erfolgte in allen Fahrzuständen eine zuverlässige, kraftvolle und vor allem kennlinienüberwachte Nachladung.

Die Anzeige des Batterie-Computers plazierte ich links neben dem Tacho.




Der Lade-Booster MT BCB 20 passt genau zwischen Sitzkonsole und Beifahrertür.


Im Sommer kam schließlich noch eine Solaranalge auf das Dach. Davon wird mein nächster Beitag auf dieser Seite handeln. Er folgt in Kürze, und wird den Einbau ziemlich genau beschreiben.

 

Neben der Bordelektrik war die zweite große Baustelle der Korrosionsschutz. Alles zu diesem Thema habe ich in einer eigene Rubrik zusammengefasst. Die findet Ihr HIER.

 


Wie viele andere Fahrer eines Nuggets mit Hochdach hatten auch wir Probleme mit den Scheibenwischern: Bei höheren Geschwindigkeiten verließen sie offenbar unter den Winddruck zwischen der "Dach-Nase" und der Frontscheibe ihren geplanten Einsatzort, und wischten seitlich über die A-Säulen der Karosserie. Der erste Austausch der Wischermotoren brachte keine Abhilfe. Erst nachdem die Wischermotoren ein zweites mal gegen offenbar erneut überarbeitete Modelle ersetzt wurden, blieben die Gummilippen auf der Frontscheibe - auch bei zügigem Tempo. Beide Arbeiten wurden auf Garantie erledigt. Das war zwar etwas nervig, klappte aber schließlich ganz gut. 

Der umfassenden Rostvorsorge  mit unterschiedlichen Produkten widmete ich im ersten gemeinsamen Sommer insgesamt drei ganze Tage auf der Hebebühne und auf dem Abstellplatz. Und rückblickend muss ich (leider) sagen, dass sich jede Minute gelohnt hat! Der Ford Transit ist auch in seiner Neuauflage anfällig für die "braune Pest" und Vorsorge in Form eines gründlichen Unterbodenschutzes und einer umfassenden Konservierung aller Hohlräume und der Innenbereiche der Türen lohnt sich nach meiner Ansicht auf jeden Fall - spätestens beim Wiederverkauf. Und der wird - bei aller Liebe zum Bus - irgendwann einmal doch ansteht...

 

Neben einer Hohlraumversiegelung erhielten die vorderen Türen auch  Bitumen-Schalldämmmatten.



Unsere Kaufentscheidung, nach rund 300 Nächten im alten Hochdach-Nugget erneut einen Ford Nugget HD zu kaufen, wurde in den bisher 30 Nächten mit vier Personen an Bord nicht enttäuscht: Das Raumkonzept ist nach wie vor eine Wucht! So können sich zum Beispiel die Kinder im gemachten Dachbett auch tagsüber zurückziehen, während in der Küche das Essen bereitet wird und gleichzeitig (!!!) in der Sitzgruppe der Ausflug für den nächsten Tag geplant wird. Man hat drei echte, für sich voll funktionsfähige Bereiche. Und das bei einer Fahrzeuglänge von gerade mal fünf Metern.

 

Im Vergleich zum Alten wurde der Innenraum allerdings spürbar kleiner. Das liegt an den jetzt runderen Formen der Blechhülle. Sowohl in der Sitzgruppe wie auch in der Küche geht es jetzt enger zu. Aber mangels Alternative haben wir uns damit arrangiert. Echt nervig ist allerdings die Tatsache, dass man nur dann das untere Bett bauen kann, wenn die beiden Vordersitze in Fahrtrichtung weisen. Im Alten konnte man auch mit gedrehten Sitzen das Bett bauen, was deutlich mehr Bewegunsgraum und mehr Möglichkeiten zur Gepäckablage bot.

 

Auch die Entscheidung für den 155 PS-Motor war für uns die richtige: Zwar fahren wir eigentlich nie schneller als Tacho 130, aber der Motor wirkt dabei stets ausreichend souverän. So hat man eigentlich nie das Gefühl, am Limit zu fahren. Dabei zeigt sich der Motor ausgesprochen genügsam: Im Durchschnitt konsumiert er zwischen 8,7 und 9,3 Litern Diesel auf 100 km. In Anbetracht der doch enormen Höhe des Daches sind wir damit zufrieden.

 

Besonders "happy" sind wir über den Kauf eines Wagens mit serienmäßiger Rückfahrkamera und akustischem Abstandswarner. Während wir im alten Nugget eine Kamera mühevoll nachgerüstet haben, genießen wir jetzt den Komfort der umfassenden Rücksicht plus den ins Monitorbild eingeblendeten Einparkhilfslinien. Diese Investition kann ich jedem Nugget-Interessenten nur wärmstens empfehlen. Auch geübte Fahrer lernen dieses Zubehör schnell schützen. Und: Die erste Beule beim Rückwartsrangieren ist garantiert teurer als die optionale Rückfahrkamera!

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