Der Warmwasser-Boiler tropft...

Der Bereich unterhalb des Warmwasserboilers war nass.


Während unserer Tour zum Gardasee stellten ich fest, dass die Matratze unterhalb des Küchenblocks an einer Stelle nass war. Direkt darüber sitzt der Warmwasserboiler. Da unentdeckte Wasserschäden in einem Campingbus verheerende Folgen haben können, machte ich mich sofort auf die Fehlersuche - ich hatte ja schließlich Urlaub und damit Zeit... .

 

Dabei stellt ich fest, dass die  Isolierung des Boilers komplett durchnässt war und das Wasser von dort heruntertropfte. Hatte der Boiler über die Winterpause einen Frostschaden erlitten?

 


Hier direkt am Warmwasseranschluss trat das Wasser am Boiler aus.


Die genaue Austrittsstelle des Wassers lies sich leicht orten: Dazu wurde der Wasserhahn nur ein kleines Stückchen geöffnet. So sprang zwar die Tauchpumpe im Frischwassertank an, aber es konnte noch kein Wasser aus dem Hahn austreten. So bildete sich im Boiler ein leichter Überdruck. Und der lies das Wasser dann am Schlauchansatz des Boilergehäuses austreten. Nach dem die Abdeckplatte unterhalb des Küchenblocks entfernt wurde, sah man das ganz deutlich.

 


Um den Boiler besser kontrolleiren zu können, baute ich ihn ganz aus. Er ist nur mit zwei Schrauben an der Unterseite auf zwei dazu passenden Haltebügeln fixiert. Bei der Demontage zeigte sich die Schadensursache: Die Schlauchschelle saß nur teilweise auf den Schlauchstück auf. Und mit der Zeit hat das Schlauchmaterial nachgegebe, so dass diese Stelle nicht mehr ganz dicht war. Die "Reparatur" dauerte nur ein paar Minuten. Zum Glück war der Boiler selbst unbeschadet. Da ich ihn aber nach jedem Einsatz komplett entleere, war ein Frostschaden eigentlich auszuschließen.

Der Boiler lässt sich schnell ausbauen. Man braucht nur wenig Warkzeug dafür.



Der Warmwasserbereiter besitzt auf der Unterseite eine Entleerungsschraube. Hier lässt sich das Wasser einigermaßen zügig ablassen. Dazu schaltet man zunächst den Hauptschalter der Tauschpumpe (etwas versteckt hinter der Rückenlehne der unteren Sitzbank) aus. Den Schalter erreicht man übrigens auch von der Küchenseite aus und muss so nicht die Sitzbank verschieben. Das spart etwas Zeit. Dann öffnet man den Wasserhahn, damit Luft nachströmen kann. Nachdem man dann eine Auffangschüssel (ich nutze dazu immer die Spülschüssel) unter den Ablasss des Boilers gestellt hat, kann man die kleine Messingschraube per Hand herausschrauben. So fließt der Boilerinhalt zügig ab.

 

Um die Hygiene der Wasseranlage zu erhalten, sollte man den Boiler zusammen mit dem Frischwassertank nach jedem Einsatz / nach jeder Tour vollständig entleeren! Wenn Wasser über eine längere Zeit in der Anlage steht, wird sich über kurz oder lang ein glitschiger Biofilm an den Tankwänden, in den Schläuchen und auch im Boiler bilden. Das verhindert man indem man die Trinkwasseranlage zügig trockenlegt und den Verschluss des Trinkwassertanks öffnet. Anschließend stellt man das Brett der Bettverlängerung (oberhalb des Frischwasserrtanks) etwas schräg, damit die Luft besser zum offenen Tankverschluss zirkulieren kann. So trocknet der Frischwassertank zügig aus.  Auch den Abwassertank sollte man öffnen, damit auch er trocknet.

Um das Wasser während der Tour hygienisch lagern zu können, verwenden wir seit rund 30 Jahren das geschmacksneutrale Micropur in flüssiger Form. Dieses Trinkwasserpräparat auf Silberionen-Basis verhindert zuverlässig eine Verkeimung des Trinkwassers. Denn nicht immer ist das gezapfte Wasser einwandfrei!!! Durch solche Silberionen-Präparate werden mögliche Krankheitserreger zuverlässig abgetötet und das entstehen eines Biofilms während der Lagerung verhindert.

 

Ist das denn notwenig?


Naja, Trinkwasser ist auch bei uns hier in Deutschland nur KEIMARM nicht jedoch KEIMFREI. Es sind also gewisse Wasserkeime auch in zunächst einwandfreiem Trinkwasser enthalten. Durch das Lagern im warmen Fahrzeug bekommen die Keime Gelegenheit sich zu vermehren. Was beim Zapfen des Trinkwassers noch unbedenklich war, kann so innerhalb weniger Tage ziemlich unhygienisch werden. Bis hin zu gesundheitlichen Problemen. Und Magen-Darm-Probleme sind so ziemlich das letzte, was man im Urlaub erleben möchte...

 

Deshalb mein dringender Rat: Kümmert Euch um die Hygiene Eures Trinkwasservorrates!

 

Das gelingt mit geringem Aufwand durch zügiges Trockenlegen der Wasseranlage nach JEDER Tour und der Verwendung von Wasserpräparaten auf Silberionen-Basis.


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