Misteriöser Motorfehler und versulzter Diesel

Der Motor im Notprogramm - so schleppten wir uns in die Werkstatt.


Vor kurzem mussten wir unseren Nugget gleich mehrfach in die Werkstatt bringen: Immer wieder schaltete das zentrale Motormanagement auf das Notlaufprogramm um. So zockelten wir mit etwa 60 km/h über Land und hatten praktisch keine verwertbare Motorleistung mehr. Aber immerhin lief die Kiste noch! Die Werkstatt hatte jedoch ihre liebe Mühe, den Fehler zu orten, da im Fehlerspeicher kein verwertbarer Fehler hinterlegt wurde. Bei jedem Neustart wurde der Inhalt des Fehlerspeichers gelöscht.


Erst als wir es schafften, mit laufendem Motor im Notlaufprogramm in der Werkstatt vorzufahren, brachte das Auslesen ein verwertbares Ergebnis. Doch die erste Diagnose erwies sich als flasch: Es wurde der Temperatursensor der Ansaugluft auf Garantie ersetzt. Doch schon nach wenigen Tagen rückten wir wieder im Notlaufprogramm in der Werksatt an. Der Temperatursensor konnte es also nicht gewesen sein. Bei unserem nun vierten Besuch in der Werkstatt schauten man sich die Situation endlich gründlicher an.

Während ich wartete, wurde mit laufenden Motor erneut der Fehlerspeicher ausgelesen. Als Fehler wurde jetzt ein beschädigter Verbindungsschlauch zwischen dem Turbolader und dem Motorgehäuse diagnostiziert. Er wurde offenbar durch die rotierende Lichtmaschine beschädigt - so die Auskunft bei der Abholung. Durch den beschädigten Schlauch konnte der Motor den Ladedruck vom Turbolader nicht halten, und schaltete zur Sicherheit auf das Notlaufproggramm um. Die neue Version des Verbindungsschlauches ist scheinbar neu gestaltet. Wie dem auch sei, seit dem Tausch des Schlauchs läuft der Nuggi wieder ordentlich.

Doch die Freude dauerte nicht all zu lange: Durch den strengen Frost versulzte der Diesel offenbar und der Motor lief nur noch ruckelnd und stotternd. Eine Fehlermeldung gab es auch diesmal nicht. Doch im Nugget-Forum fand ich zahlreiche Einträge von anderen Nuggetfahrern, die mit den gleichen oder ähnlichen Symptomen kämpften. Der Kraftstofffilter ist beim aktuellen Nugget sehr tief montiert. So sammelt sich hier offenbar schneller als beim alten Modell Kondensawasser an. Außerdem liegt der Filter weitgehend ungeschützt im eisigen Fahrtwind.

Die winterlichen Temperaturen bis (-15°C) setzten unserem Nugget arg zu.



In Kombination mit den scheinbar unzureichend kältefesten Winterdiesel an deutschen Tankstellen, kommt es so zu diesen Problemen. Die beiden Winter zuvor hatten wir jedoch keinerlei Schwierigkeiten dieser Art. Eine Abhilfe ist im Moment nicht verfügbar. Ich bin mal gespannt, ob sich Ford zu diesem Thema überhaupt äußert. Oder ob man es einfach aussitzt. Denn auch ohne Zutun wird es wärmer und damit verschwindet das Problem von selbst...

Für künftige Wintereinsätze ist das aber nur ein schwacher Trost.

Text u. Fotos: K. Gerner


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Kommentare: 2
  • #1

    Taw (Mittwoch, 14 März 2018 15:50)

    Das ist der druckfentil dadurch verliert er Leistung und der Motor schaltet auf notlauf

  • #2

    matthias (Dienstag, 01 Mai 2018 08:02)

    das problem mit dem schlauch hat ich auch..bei mir ist es in spanien passiert. die werkstatt dort hat den fehler sofort gefunden und mitgeteilt das es ein bekanntes problem ist..seit dem neuen schlauch( der eine andere form hat und dadurch nicht mehr scheuert) ist das problem erledigt..