Die Energieversorgung an Bord

Wegen überlanger Standzeiten waren die Akkus in unserem Neuwagen gleich nach dem Kauf schrottreif - wir waren also gewarnt...


Gibt es etwas schöneres? Nach einem sonnigen Tag am Strand ein kaltes Getränk aus der Kühlbox genießen. Oder nach einem Winterspaziergang die Standheizung anwerfen und einen heißen Tee kochen? Das sind doch die kleinen Glücksmomente, die das Leben in einem Campingbus ausmachen. Doch damit man die Touren im Nugget in vollen Zügen genießen kann, müssen die Akkus für den Wohnausbau immer fit und voll geladen sein.

 

Dass das (leider) nicht selbstverständlich ist, mussten wir gleich zu Beginn feststellen (LINK) . Deshalb suchte ich intensiv nach Lösungen, um die Bordbatterien immer im optimalen Ladezustand zu halten.


Zunächst wollte ich mir genauer ansehen, wie die Bordbatterien im Serienzustand geladen werden. Deshalb suchte ich nach einem präzise arbeitenden Batterie-Computer. Damit will ich auch künftig die teuren AGM-Akkus im Blick behalten, um mich vor unvorhergesehenen Energieengpässen an Bord zu schützen. Die Messreihen kann man HIER nachlesen.


Im zweiten Schritt wollte ich die Nachladung der Batterien optimieren. Dazu wurde ein Ladebooster eingebaut. Dieser Booster lädt die Bordakkus mit einem wesentlich höheren Strom, als dies über die Lichtmaschine der Fall ist. Denn sobald die Starterbatterie kurz nach dem Anlassen dem Motors vollgeladen ist, fließt zum Bordakku nur noch ein schwacher Ladestrom. Mit einem Ladebooster wird dagegen konstant mit rund 20 A nachgeladen. Auch bei geringen Motordrehzahlen und bei voller Starterbatterie. Eine auf den jeweils verwendeten Akku-Typen abgestimmte Ladekennlinie sorgt dabei für einem optimale Vollladung und schützt den Akku vor einem Überladen.


In der dritten Ausbaustufe soll schließlich ein Solarpanel für den Energienachschub während der Standzeiten sorgen. Durch die stark gewölbte Dachfläche des neuen Nuggets passen nur noch relativ kleine Panele aufs Dach. In Kombination mit dem Ladebooster ist aber dennoch eine bestmöglicher Energienachschub sichergestellt.


In den jeweiligen Unterkategoriene dieser Seite (siehe linke Spalte) sind die detaillieren Einbaubeschreibungen der verschiedenen Komponenten zu finden.

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Kommentare: 3
  • #1

    Bernd Habé ( Nepal Treffen ) (Dienstag, 08 September 2015 14:42)

    Hallo Alexander,
    das mit dem Ladebooster habe ich gleich bei unserem Verkäufer angesprochen
    Danke für den Tipp schöne Seite


  • #2

    Administrator (Mittwoch, 09 September 2015 09:56)

    Hallo Bernd,
    ja, das Thema "Laden über die Lichtmaschine" ist im Serienzustand eines Euro5- oder Euro6-Fahrzeugs wirklich schwierig. Ein Lade-Booster ist sicher eine interessante Alternative zu der Montage eines Solarpanels. Vor allem wenn - wie bei Euch - die Garagentauglichkeit des T6 erhalten bleiben soll.
    Gruß,
    Alexander

  • #3

    Frank Weichert (Mittwoch, 02 November 2016 22:23)

    Die Beiträge zum Thema Booster und Solar sind im Moment nicht online. Deswegen noch ein paar Anmerkungen von mir.
    Ich habe alle 3 Komponenten - Batterie-Computer - Booster - Solar - zusammen eingebaut. Das größte Problem war, für alle Bauteile einen geeigneten Platz zu finden. So sollte beispielsweise der Solar-Regler in der Nähe der Wohnraumbatterie sein. Zusätzlich muss man beachten, dass alle Leitungen abgesichert sind, damit ein Durchscheuern nicht zum Brand führt. Für all diese Dinge braucht man Platz, wenn man etappenweise baut, dann kann es leicht passieren, dass man sich den Platz verbaut.
    Eine sehr sinnvolle Sache beim Batterie-Computer ist der programmierbare Ausgang. Hier habe ich über einen Schalter ein Relais angeschlossen, dass eine Steckdose speist. Den Batterie-Computer kann ich nun so programmieren, dass z.B. ab 30% Batterie-Kapazität die Steckdose abgeschaltet wird. Ich benutze diese Steckdose, um meine Fahrrad-Akku über nacht wieder aufzuladen. So kann ich verhindern, dass die Board-Batterie leer gesaugt wird.
    Meine Erfahrung mit den Solar-Feldern:
    Der Solar-Regler kann gern überdimensioniert sein. Damit wird er nicht so warm und ein späterer Austausch der Solar-Panal gegen leistungsstärkere ist kein Problem. Das Laden der Batterie funktioniert gut, allerdings mit Einschränkungen. Wenn man in der prallen Sonne steht, geht es am besten. Allerdings wird dann auch das Fahrzeug warm. Wenn man unter Bäumen im Schatten steht, dann heizt sich das Fahrzeug nicht so auf, aber dafür bekommt man wenig Solarstrom. Bei den Reglern muss man unbedingt drauf achten, dass diese für AGM geeignet sind. Nur wenn sie tatsächlich 14,8 V Ladeschluss-Spannung liefern, bekommt man die Batterien voll. Ich verwende einen Solar-Regler von Büttner.
    Das Parallel-Betreiben von Solar, Booster und Standard-Board funktioniert problemlos. Jede Komponente muss selbst über einen Schutz vor Überladung verfügen. Es ist nicht möglich den Schutz im Booster auch für die Solar-Anlage zu verwenden.
    Bei meinem serienmäßig verbauten Schaudt-Verteiler ist auch ein Solar-Eingang vorhanden. Effektiver ist es allerdings, wenn man die Anschlüssen vom Solar-Regler auf kurzem Weg direkt an die Batterie anschließt. Auch hier wichtig: Sicherung nicht vergessen. Die Sicherungen sollten so kurz wie möglich hinter der Batterie-Pol-Klemme sein. Ich habe dafür 100A Flachsicherungen mit Gehäuse verwendet.
    Noch ein Tipp: Bei den vielen zusätzlichen Kabeln immer drauf achten, dass man noch bequem die Batterie wechseln kann. Ich verwende dafür Sicherungsverteiler als Kabelstützpunkte, damit nicht alle Kabel direkt an der Batterieklemme sitzen.

    Gruß, Frank


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